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Jacques Lacan,
(1901-1981), französischer Psychoanalytiker, hier beim Verlassen eines Seminars, interpretierte die Schriften Sigmund Freuds neu und radikalisierte dessen Ansätze, u.a. unter Rückgriff auf die Philosophie, die Sprachwissenschaft (Saussure) und die Mathematik (die Topologie der Knoten). Er brachte sich damit, und nicht zuletzt mit unorthodoxen Behandlungsmethoden, in einen teils heftig ausgetragenen Gegensatz zur etablierten Psychoanalyse der Nachkriegszeit, der nach dem Tod Sigmund Freuds dessen Radikalität aus dem Blick geraten war. Lacans Wendung der "Rückkehr zu Freud" führte zu Spaltungen unter den Analytikern, die bis heute nicht überwunden sind.
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