Ballhausen / Caneppele - Filmzensur in Österreich  THOMAS BALLHAUSEN / PAOLO CANEPPELE

Die Filmzensur in der österreichischen Presse 1896 - 1938

Geschichte - Aspekte - Quellen

255 S. , EUR 26,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-398-6, 2005
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Mit der Popularisierung des Films in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts kam es in Österreich zu einer Vielzahl sozialer, ökonomischer und politischer Veränderungen. Eine für das neue Medium einschneidende Maßnahme war die Einrichtung der Filmzensur, mit der sich auch die Presse massiv auseinandergesetzt hat. Aus bisher unveröffentlichten Quellen haben die Autoren eine repräsentative, kommentierte Sammlung erstellt und bieten zusätzlich einen Überblick zur Geschichte der Zensur.

Das Buch beginnt mit einem Überblick zur Geschichte der Zensur und vor allem der Literatur- und Theaterzensur, aus der sich die Filmzensur entwickelt hat.

Der zweite Abschnitt besteht aus einer umfangreichen, kommentierten Quellensammlung. Die Auseinandersetzungen rund um die Filmzensur in der Presse veranschaulichen ihre turbulente Geschichte. Die kinospezifische Fachpresse ist unter solchen Gesichtspunkten noch nie umfassend ausgewertet worden. Der Band enthält zudem unveröffentlichte Primärquellen.

Mit dieser Sammlung wird die Zensurgeschichtsforschung um einen wesentlichen, bisher vernachlässigten Teil ergänzt. Die nationale und internationale Filmgeschichte erhält mit dem Thema Zensur - bisher aufgrund der komplizierten Gesetzes- und Quellenlage zumeist ausgeklammert - viele neue Impulse.

Biographisches:
Thomas Ballhausen, geboren 1975 in Wien, Lektor am Institut für Vergleichende Literaturwissenschaft und am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Leiter des Studienzentrums im Filmarchivs Austria.
Paolo Caneppele, geboren 1961 in Bressanone (Italien), Studium der Geschichte, Forschungsarbeiten v. a. zu Sozialgeschichte und Geschichte des Films. Stellvertretender Leiter der Cineteca di Bologna, Lehrbeauftragter an der Universität Görz. Zahlreiche Publikationen u. a. zum Verhältnis zwischen Film und anderen Kunstformen.