Eigene und andere Fremde
»Postkoloniale« Konflikte im europäischen Kontext
Hg. von Wolfgang Müller-Funk / Birgit Wagner
Reihe: <>kultur.wissenschaften 8.4
Cover
Der europäische Kolonialismus hat zwei Seiten, eine innere und eine äußere. Die Außenseite ist die Geschichte einer von Anfang an blutig verlaufenen kolonialen Unterwerfung außereuropäischer Kulturen durch die europäischen Groß- und Mittelmächte der Neuzeit. Die andere Seite zu diesem Schauspiel liefert die Binnenkolonisation des Kontinents, die Beherrschung kleinerer und peripherer Kulturen durch größere. Bei dieser Thematik gilt es, die beiden großen innereuropäischen Figurationen des Anderen – den "wilden Osten" und den "zurückgebliebenen Süden" – miteinander verschränkt zu denken.

Die "postkolonialen" Folgen innereuropäischer Hegemonialbeziehungen in Geschichte und Kultur zu dechiffrieren, heißt zugleich, die Postcolonial Studies mit anderen kulturwissenschaftlichen Forschungstraditionen in Beziehung zu setzen und neu zu positionieren.

wolfgang müller-funk / birgit wagner (hg.) eigene und andere fremde »postkoloniale« konflikte im europäischen kontext wolfgang müller-funk / birgit wagner (hg.): eigene und andere fremde isbn 978-3-85132-442-6, 253 s., eur 22,– dem historischen ende des kolonialismus entspricht seine fortführung im inneren der europäischen identitästbildung.

der europäische kolonialismus hat zwei seiten, eine innere und eine äussere. die aussenseite ist die geschichte einer von anfang an blutig verlaufenen kolonialen unterwerfung aussereuropäischer kulturen durch die europäischen gross- und mittelmächte der neuzeit. die andere seite zu diesem schauspiel liefert die binnenkolonisation des kontinents, die beherrschung kleinerer und peripherer kulturen durch grössere. bei dieser thematik gilt es, die beiden grossen innereuropäischen figurationen des anderen – den "wilden osten" und den "zurückgebliebenen süden" – miteinander verschränkt zu denken.

die "postkolonialen" folgen innereuropäischer hegemonialbeziehungen in geschichte und kultur zu dechiffrieren, heisst zugleich, die postcolonial studies mit anderen kulturwissenschaftlichen forschungstraditionen in beziehung zu setzen und neu zu positionieren.

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Zur Person
Wolfgang Müller-Funk ist Kulturphilosoph und Essayist und seit 1999 Professor für Kulturwissenschaft und deutsche Literaturwissenschaft in Birmingham.

Birgit Wagner ist Professorin für romanische Literaturwissenschaft an der Universität Wien.
Details zum Buch
253 S., € 22,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-442-6 [vergriffen]

Letztes Update: 04.01.2018
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