Jürgen Brankel
Atheismus und Religiosität
Das Buch behandelt das Ungenügen der Philosophie, in Fragen der Religion über den rein subjektiven Standpunkt nicht hinausgehen zu können. Daher ist der Ansatz dieser Schrift auch ein soziologischer. Seit Descartes hat sich die abendländische Philosophie darauf beschränkt, das Religiöse unter der Annahme zu untersuchen, dass es dem Subjekt zugänglich ist. Comte und Durkheim sehen hingegen den Zusammenhalt der Gesellschaft als durch die Religion begründet an. Auch wenn Religiosität heute nicht ausreicht, um die Gemeinschaft nicht nur der Nationen, sondern auch der Menschheit insgesamt zu begründen, spielen doch die religiösen Symbole, die auf den Anderen hinweisen, eine besondere Rolle: das Abendmahl bei den Christen, die Beschneidung und das gemeinsame Essen bei Juden und Muslimen etc..
Biographisches:
Jürgen Brankel (1943-2013), studierte Literaturwissenschaft und Philosophie und schloss mit einem Doktorat an der Sorbonne und mit dem Staatsexamen in Hamburg ab. Seit den 1990er Jahren widmete er sich ausschließlich der wissenschaftlichen Forschung und Übersetzungen aus dem Spanischen und Französischen. Für Turia + Kant übersetzte er u.a.. Vladimir Jankélévitch und Auguste Comte.
79 S., € 10,-
Paperback mit Klappen
ISBN 978-3-85132-431-0
[vergriffen]
EAN: 9783851324310