Johann Dolanski: Das Weltall, wie es wirklich ist
Die Hohlwelt-Theorie
Neu hg. und kommentiert von Matthias Marschik
Das Original erschien unter dem Titel »Das Weltall, wie es wirklich ist. DOLAN-THEORIE. Nach den neuesten technisch-wissenschaftlichen Forschungen dargestellt von Ing. Johann Dolanski. Zweite, mehrfach erweiterte Auflage (mit 17 Abbildungen)«, Wien 1963
Cover
In den 50er Jahren kam die Hohlwelttheorie – wir leben auf der Innenseite einer Kugel – noch einmal zu großer Popularität. Diese Infragestellung des kopernikanischen Weltbildes hatte eine faszinierende Plausibilität, wenigstens als denkbare Alternative zum kosmologischen Status quo. Ihre Protagonisten, in Österreich allen voran Johann Dolanski, legten zudem eine drückende Last von »Beweisen« (bzw. Hinweisen) für die These vor. In der Tat lässt sich durch eine Art Invertierung der Logik auch auf dem Gebiet der Physik ein Weltbild umkehren. Das nicht nur physikalisch widerständige Weltbild ist von kulturwissenschaftlichem Interesse. Es kann als Vorläufer der postmodernen Infragestellung der »großen Erzählungen« gesehen werden. Es stellt aber einmal mehr die Frage nach dem Ort der theoretischen Phantasie, nach der Gültigkeit und Durchsetzbarkeit von Wissensproduktion und der Grenzziehung zwischen Wissen und Glauben.
Zur Person
Der Hg., Matthias Marschik, ist freier Kultur- und Sozialwissenschaftler in Wien; Lehraufträge an mehreren österreichischen Universitäten. Zahlreiche Forschungsprojekte und Veröffentlichungen mit Schwerpunkt in den Bereichen Sport und Politik, Sport und Gender, Kommunikation und PR, Zeitgeschichte, Cultural Studies und Psychologie.
Details zum Buch
143 S., € 18,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-208-8 [vergriffen]
EAN: 9783851322088
Letztes Update: 12.06.2018
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