Neue Geschichten der Sexualität
Beispiele aus Ostasien und Zentraleuropa 1700-2000
Hg. von Franz X. Eder / Sabine Frühstück
Cover
Die Sexualität gibt es nicht. Seit Michel Foucault steht fest, dass sexuelle Normen und Kategorien ein System von Machtbeziehungen, eine Art, Macht zu denken und zu organisieren, konstituieren. Die Bedeutung und Sinngebung von Sexualität wie auch ihre sozialen Praktiken haben sich im Laufe der Geschichte radikal verändert. Am Schnittpunkt dieser beiden Überzeugungen positioniert sich der vorliegende Band.

Die AutorInnen diskutieren verschiedene Repräsentationen von Sexualität in Politik und Kunst, Medizin und Recht, in der scientia sexualis und ars erotica. Beispiele aus Asien und Europa vergegenwärtigen die vielfältige Diskursivierung der Sexualität in östlichen und westlichen Kulturen des 18. bis 20. Jahrhunderts. Die Beiträge unterstreichen die These, dass Sexualität nicht nur eine, sondern mehrere Geschichten hat. Sie zeigen auch, dass sie zu einem konstitutiven Element des modernen Subjekts geworden ist. Und sie verfolgen die Manifestationen der weiblichen im Unterschied zur männlichen sowie der Homosexualität im Unterschied zur Heterosexualität und anderen Sexualformen. Der Vergleich asiatischer mit europäischen Sexualkulturen dringt zu den kulturellen Wurzeln jener Lebensäußerungen vor, die wir leichtweg »Sexualität« nennen.

Details zum Buch
301 S., € 22,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 3-85132-241-X [vergriffen]

Letztes Update: 14.11.2017
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