Gabriel Hürlimann
Analytik der Revolte
Über agonistische Konstellationen von Macht, Freiheit und Subjekt im Anschluss an Michel Foucault
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Der »Arabische Frühling« hat einem als antiquiert geltenden Begriff unverhofft zu einer neuen Konjunktur verholfen und dem medialen Diskurs rund um den Globus aufgedrängt: Revolte! Denn plötzlich revoltierten sie wieder, die »Verdammten dieser Erde«, und alle schauten gebannt hin und staunten über den Wagemut, die Selbstlosigkeit und den Kampfgeist, den diese Menschen an den Tag zu legen bereit waren. Doch was heißt »revoltieren«? Dass ein Blick auf die Pariser Kommune von 1871, den Mai 1968 oder gar auf Occupy Wall Street von 2011 lediglich zeigen könnte, dass die Revolte theoretisch schwerer zu fassen ist – auf dieser Überzeugung basiert diese Studie. Ein direkter Blick auf exemplarische Phänomene führt in die Irre oder vermag bestenfalls ein spezifisches Vorwissen von oder über Revolten daran zu reproduzieren. Denn die prototypische Revolte schlechthin existiert nicht.
Die Analytik der Revolte erprobt deshalb einen anderen Ansatz: Ausgehend von Thomas Hobbes’ Versuch, die Revolte aus der politischen Ordnung zu verbannen, wird mit Michel Foucaults Machtanalytik eine Logik revoltierenden Handelns entwickelt und um Einsichten in die Konstruktion sozialer Wirklichkeit von John Searle ergänzt.
Biographisches:
Gabriel Hürlimann, Philosoph und Literaturwissenschaftler, studierte in Zürich und promovierte an der Universität Frankfurt. Mitarbeiter im Forschungsprojekt Repräsentative Gewalt am Institut für Theorie der Zürcher Hochschule der Künste.
367 S., € 34,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-787-8
[lieferbar]
EAN: 9783851327878
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