VLADIMIR JANKÉLÉVITCH
Erste Philosophie
Aus dem Französischen von Jürgen Brankel
»Philosophie première« erschien bei PUF, Paris 1953
Cover
Damit liegt eines der Hauptwerke des französischen Philosophen Vladimir Jankélévitch (1903–1985) in deutscher Sprache vor. Die »Philosophie première« (1953) kreist um den Augenblick, den »instant«. Darin zeigt sich sowohl die Besonderheit Jankélévitchs als auch seine Zugehörigkeit zur Existenzphilosophie im weiteren Sinn, bei der das Paradox und die Mystik eine große Rolle spielen. Er versucht, den »instant« in den Mittelpunkt einer Philosophie der Umkehr – im Sinn eines mystischen Erlebens – zu stellen. Damit steckt er jenen Bereich der Philosophie neu ab, der nicht von der Epistemologie erreicht wird. Jankélévitch entwickelt Denkansätze bis zu ihren letzten Konsequenzen und wägt sie gegeneinander ab. Ein faszinierendes Buch, das auch die Welt der Antike und der Gnosis neu entdecken lässt: einer seiner Hauptbezugstexte sind Plotins »Enneaden«.

Zur Person
Vladimir Jankélévitch wurde als Sohn russischer Einwanderer 1903 in Bourges geboren. Er studierte Philosophie an der Ecole normale supérieure in Paris, arbeitete als Lehrer in Prag und kehrte 1933 nach Frankreich zurück, um an mehreren Universitäten zu unterrichten. 1939 wurde er eingezogen und ein Jahr später im Krieg verwundet. Er schloss sich der Résistance an. 1951 erhielt er eine Berufung auf den Lehrstuhl für Moralphilosophie an der Sorbonne, wo er bis 1977 lehrte. Jankélévitch starb 1985 in Paris.
Jürgen Brankel (1943-2013), studierte Literaturwissenschaft und Philosophie und schloss mit einem Doktorat an der Sorbonne und mit dem Staatsexamen in Hamburg ab. Seit den 1990er Jahren widmete er sich ausschließlich der wissenschaftlichen Forschung und Übersetzungen aus dem Spanischen und Französischen. Für Turia + Kant übersetzte er u.a.. Vladimir Jankélévitch und Auguste Comte.
Details zum Buch
293 S., € 29,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-384-9 [vergriffen]
EAN: 9783851323849
Letztes Update: 06.10.2018
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