Jankélévitch - Ich-weiß-nicht-was und das Beinahe-Nichts VLADIMIR JANKÉLÉVITCH

Das Ich-weiß-nicht-was und das Beinahe-Nichts

Band 1: »Manier und die Gelegenheit«
Band 2: »Das Verkennen. Das Missverständnis«
Band 3: »Willen zu Wollen«
Alle drei Bände in einem Band

Aus dem Franz. von Jürgen Brankel
»Le Je-ne-sais-quoi et le Presque-rien« erschien erstmals bei Presses Universitaires des France (1957) und wird heute in drei separaten, vom Autor wesentlich überarbeiteten Bänden von Editions du Seuil vertrieben. Diese dre Bände von 1980 werden hier in einem Band zusammengefasst.

517 S. , EUR 40,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-581-2, 2010
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Durch sein gesamtes Werk zeigt sich Jankélévitch als der konsequenteste Denker des Todes, und weil man dieses Äußerste nicht »denken« kann, musste Jankélévitch nichts weniger als die ganze Philosophie neu denken. All die jahrhundertealten Disziplinen, von der Ontologie über die Ethik, die Moralphilosophie und die Ästhetik bis hin zur Theologie, wurden von Jankélévitch vom Horizont des Todes her in Frage gestellt und in diesem Licht geradezu neu erfunden.

Eine Entsprechung des Todes im Alltag ist der »Augenblick«. In ihm kann eine Gegenwart des Undenkbaren begegnen, die in der extremsten Form als mystische Intuition wahrgenommen wird. In der alltäglichen Form begleiten das »Ich-weiß-nicht-was« und das »Beinahe-Nichts« den Augenblick. In diesem Band geht Jankélévitch also der Alltäglichkeit nach. Die drei Überschriften dafür lauten: »Die Manier und die Gelegenheit« - »Das Verkennen / Das Missverständnis« - »Der Wille zu wollen«.

Biographisches:
Vladimir Jankélévitch wurde als Sohn russischer Einwanderer 1903 in Bourges geboren. Er studierte Philosophie an der Ecole normale supérieure in Paris, arbeitete als Lehrer in Prag und kehrte 1933 nach Frankreich zurück, um an mehreren Universitäten zu unterrichten. 1939 wurde er eingezogen und ein Jahr später im Krieg verwundet. Er schloss sich der Résistance an. 1951 erhielt er eine Berufung auf den Lehrstuhl für Moralphilosophie an der Sorbonne, wo er bis 1977 lehrte. Jankélévitch starb 1985 in Paris.
Jürgen Brankel, geb. 1943, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Hamburg und Paris. Seit den 1990er Jahren widmet er sich ausschließlich der wissenschaftlichen Forschung und Übersetzungen aus dem Spanischen und Französischen. Für Turia + Kant übersetzte er u.a. Badiou, Jankélévitch und Comte.

Siehe auch:
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Vladimir Jankélévitch - Schriften

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Lucien Jerphagnon - Ahnen und Wollen: Vladimir Jankélévitch