Gendered Memories
Transgressions in German and Israeli Film and Theater
(In englischer Sprache)
Hg. von Vera Apfelthaler / Julia B. Köhne
Cover
Gendered Memories ist ein umfassender Reader, der Artikel internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringt und sich auf die Verbindung von mediatisierten Erinnerungen des Holocaust und konkreten medialen Repräsentationen, wie israelischen, deutschen und österreichischen Film- und Theaterproduktionen, konzentriert. Von einer grundsätzlichen Verwobenheit der verschiedenen Diskussionen zur Erinnerung ausgehend kommentieren die hier untersuchten kulturellen Artefakte kritisch die Erinnerungsdiskurse, denen sie selbst angehören, und teilen ihre diskursiven Effekte und Flexibilität. Die Aufsatzsammlung beschäftigt sich mit einem – in diesem Zusammenhang – noch unterrepräsentierten Feld, der Frage des Geschlechts: Auf welche Weise ist die Wissenskategorie Gender in mediale Memorialkategorien eingeschrieben, wird sie von ihnen produziert und wie verändert sie diese? Andere Fragen, die im Buch angesprochen werden, sind: Wer soll wie erinnern und wie werden männliche und weibliche Erinnerungsformen in israelischen und deutschen Filmen und Theaterstücken visualisiert? Wie wird der ge-genderte Körper als dramatisches Medium eingesetzt? Welchen Einfluss hat die fiktionale Konstruktion von Erinnerung auf das kulturelle Erinnern in beiden Gesellschaften und vice versa?

Das Buch untersucht eine Reihe von Erinnerungsgegenständen und deren kulturhistorisch wechselnde Formen, von den frühen zionistischen Filmen zu zeitgenössischen Hollywood-Produktionen, von TV Dokumentationen zu autobiographischen Experimenten, vom Mainstream-Theater zur Avantgarde Performance, und gibt somit einen Einblick in die Signifikanz, Komplexitäten und Vieldeutigkeiten der Erinnerungspolitiken. Dabei plädiert es dafür, Transgression als kulturelle Praxis zu verstehen, sei es auf der Ebene des Mediums selbst oder der Ebene seiner kritischen Analyse.

vera apfelthaler / julia b. köhne (hg.) gendered memories transgressions in german and israeli film and theater
(in englischer sprache) vera apfelthaler / julia b. köhne (hg.): gendered memories isbn 978-3-85132-485-3, 263 s., eur 26,– bringing together articles of international scholars from various disciplines, gendered memories provides a comprehensive reader focussing on the connection between mediated memories of the holocaust and concrete medial representations, such as israeli, german, and austrian film and theater productions. assuming that the different discussions on memory are interwoven, the cultural artefacts studied here critically reflect various parts of memory discourses and, by virtue of being part of these discourses themselves, share their discursive effects and flexibility. the collection of articles deals with a crucial, yet under-represented aspect within this field, the question of gender: how is memory gendered? how are media gendered? do media »gender« memory? further questions the book addresses are: who is supposed to remember how? how are the notions of female and male memorizing depicted in israeli and german film and theater? how is the gendered body used as a dramatic means? which impact does the construction of memory in fiction have on the »cultural memory« of both societies and vice versa?

examining a variety of memory subjects and their changing modes, ranging from early zionist films to contemporary hollywood productions, from tv documentaries to autobiographical experiments, from mainstream theater to avant-garde performance, the book gives an insight into the significance, complexities, and ambiguities of commemoration politics. and it argues for the necessity of viewing transgression as a cultural practice, be it on the level of the media themselves or on the level of critique.

* * *
gendered memories ist ein umfassender reader, der artikel internationaler wissenschaftlerinnen und wissenschaftler aus verschiedenen disziplinen zusammenbringt und sich auf die verbindung von mediatisierten erinnerungen des holocaust und konkreten medialen repräsentationen, wie israelischen, deutschen und österreichischen film- und theaterproduktionen, konzentriert. von einer grundsätzlichen verwobenheit der verschiedenen diskussionen zur erinnerung ausgehend kommentieren die hier untersuchten kulturellen artefakte kritisch die erinnerungsdiskurse, denen sie selbst angehören, und teilen ihre diskursiven effekte und flexibilität. die aufsatzsammlung beschäftigt sich mit einem – in diesem zusammenhang – noch unterrepräsentierten feld, der frage des geschlechts: auf welche weise ist die wissenskategorie gender in mediale memorialkategorien eingeschrieben, wird sie von ihnen produziert und wie verändert sie diese? andere fragen, die im buch angesprochen werden, sind: wer soll wie erinnern und wie werden männliche und weibliche erinnerungsformen in israelischen und deutschen filmen und theaterstücken visualisiert? wie wird der ge-genderte körper als dramatisches medium eingesetzt? welchen einfluss hat die fiktionale konstruktion von erinnerung auf das kulturelle erinnern in beiden gesellschaften und vice versa?

das buch untersucht eine reihe von erinnerungsgegenständen und deren kulturhistorisch wechselnde formen, von den frühen zionistischen filmen zu zeitgenössischen hollywood-produktionen, von tv dokumentationen zu autobiographischen experimenten, vom mainstream-theater zur avantgarde performance, und gibt somit einen einblick in die signifikanz, komplexitäten und vieldeutigkeiten der erinnerungspolitiken. dabei plädiert es dafür, transgression als kulturelle praxis zu verstehen, sei es auf der ebene des mediums selbst oder der ebene seiner kritischen analyse.

9783851324853 /div>

Zur Person
Apfelthaler, Vera, Dr., is head of the Center for German Studies and senior lecturer at Ben Gurion University in Beer-Sheva, Israel, and a DAAD fellow. She holds a PhD in Theatre Studies from Ludwig Maximilians University, Munich. Her thesis on feminist American Performance Art has been published under the title The Performance of the Body – The Body of Performance (Bonn 2001). She worked as assistant professor at the theatre department in Mainz and published several articles in performance studies, gender studies and 19th century culture. She is currently working on a project about concepts of memory in Israeli and German Theatre.
Köhne, Julia B., Dr., is assistant professor (Universitätsassistentin) at the Department of Historical and Cultural Studies, Institute for Contemporary History of the University of Vienna since 2005. She studied culture studies and German literature in Cologne and Berlin. After writing her M.A. thesis on The Genius as a legitimizing figure of Modern Knowledge, she held a DFG scholarship within the graduate group Codierung von Gewalt im medialen Wandel [Encoding Violence in Medial Transformation] at Humboldt-University Berlin. Her doctoral thesis with the title War Hysterics. Strategic Images and Medial Techniques of Military Psychiatrist's Knowledge, 1914-1920 will be published in 2007. Besides various articles on film studies, gender studies, and the history of science, she co-edited the anthology Splatter Movies. Essays on the Modern Horror Film. Berlin 2006 [2005].
Details zum Buch
263 S., € 26,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-485-3 [vergriffen]

Letztes Update: 04.01.2018
zur vorigen Seite