Lacan - Namen-des-Vaters JACQUES LACAN

Namen-des-Vaters

Aus dem Franz. von Hans-Dieter Gondek
»Des Noms-du-Père« erschien bei Editions du Seuil, Paris 2005
(Reihe: Lacans Paradoxa)

106 S. , EUR 15,-
Paperback mit Klappen
ISBN 978-3-85132-450-1, 2006
(lieferbar)

Der Titel ist lieferbar. Sollten Online-Händler wie amazon.de oder andere Buchhandlungen davon abweichende Angaben machen, heißt das nur, dass er derzeit speziell über diesen Vertrieb nicht geliefert werden kann (oder will). Wenden Sie sich an Ihre bewährte Buchhandlung; sie wird Ihnen den Titel in der Regel binnen weniger Tage über eine unserer Buchhandelsauslieferungen besorgen. Die Angabe der ISBN (s.o.) ist dabei hilfreich.
[PDF]  Inhaltsverzeichnis, Editorial

 

picZurück
pic
In zwei kleinen Bänden wurden 2005 vier Texte Lacans erstmals veröffentlicht, die man als »Schlüsseltexte und vorzügliche Zugänge zum Werk« bezeichnen kann, so dass, wie Hans-Dieter Gondek schon anlässlich der französischen Ausgabe schrieb, diese »allen an Lacan Interessierten ohne jede Einschränkung ans Herz gelegt werden können«.
Dieser Band enthält zwei Texte:

»Le symbolique, l’imaginaire et le réel ist ein dermaßen wichtiger und grundlegender Text, dass es schwer zu begreifen ist, warum dieser Vortrag nicht bereits in den Écrits, der Sammlung der Schriften Lacans von 1966 bzw. in dem Erweiterungsband von 2001, Autres Écrits, veröffentlicht wurde« (Hans-Dieter Gondek) .

In den »Introductions aux Noms-du-Père« entwirft Lacan 1963 sein Konzept des »Names des Vaters« in Abgrenzung zu Freud.

Klappentext von Jacques-Alain Miller:

Der NAME-DES-VATERS, welch ein Erfolg! Dies spricht jeden an. Die Vaterschaft hat nur wenig an natürlicher Evidenz, sie ist als erstes ein Faktum der Kultur. »Der NAME-DES-VATERS«, sagt Lacan, »erschafft die Funktion des Vaters.« Aber dann dieser Plural, woher kommt er?

Er ist nicht heidnisch, er ist in der BIBEL. Derjenige, der im brennenden Dornbusch spricht, sagt von sich selbst, daß er nicht nur einen NAMEN hat. Verstehen wir: Der VATER hat keinen EIGENNAMEN. Dies ist keine Figur, dies ist eine Funktion. Der VATER hat ebensoviele NAMEN, wie sie Träger hat.

Seine Funktion? Vornehmlich die religiöse Funktion, die zu binden. Was? Den Signifikanten und das Signifikat, das GESETZ und das Begehren, das Denken und den Körper. Kurz, das Symbolische und das Imaginäre. Allein, wenn diese beiden sich mit dem Realen zu dritt verknüpfen, ist der NAME-DES-VATERS nicht mehr nur ein Schein. Umgekehrt, wenn ohne ihn alles sich auflöst, ist er das Symptom eines mißratenen Knotens.

Biographisches:
Jacques Lacan (1901-1981), französischer Psychoanalytiker, interpretierte die Schriften Sigmund Freuds neu und radikalisierte dessen Ansätze, u.a. unter Rückgriff auf die Philosophie.


Siehe auch:
linie
pic 
Jacques Lacan - Schriften

pic 
Bruce Fink - Eine klinische Einführung in die Lacan’sche Psychoanalyse

pic 
Elisabeth Roudinesco - Jacques Lacan

pic 
Dylan Evans - Wörterbuch der Lacanschen Psychoanalyse