Leclaire - Psychoanalysieren SERGE LECLAIRE

Psychoanalysieren

Ein Versuch über das Unbewusste und den Aufbau einer buchstäblichen Ordnung

Aus dem Franz. von Norbert Haas Mit einem Vorwort von Georg Gröller
»Psychanalyser. Un essai sur l’ordre de l’inconscient et la pratique de la lettre« erschien bei Editions du Seuil, Paris 1968
175 S. , EUR 18,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-242-2, 2001
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Serge Leclaire unternahm in diesem Buch den Versuch, nicht die psychoanalytische Theorie, sondern den psychoanalytischen Prozess als solchen darzustellen. Er geht vom radikalen Ansatz Freuds aus, den Wunsch zu dechiffrieren - das Rätsel des Begehrens zu lösen. Die Analyse ist vor die Aufgabe gestellt, einen Raum für den (unbewussten) Wunsch des Analysanden zu öffnen und einen theoretischen Bezugsrahmen zu finden, der dies nicht verhindert.

In diesem Sinne ist auch Leclaires Versuch einer Theorie des Wunsches kein fertiges System, das darstellen könnte, was der Wunsch ist, sondern fasst sich so auf, dass er den psychoanalytischen Prozess reflektiert und zur Darstellung als Text bringt.

Der Text Psychanalyser. Essay sur l‘ordre de l‘inconscient et la pratique de la lettre erschien 1968 und ist in der Übersetzung durch Norbert Haas (Der psychoanalytische Prozeß,1971) zum Anstoß für die Lacanrezeption im deutschen Sprachraum geworden.

Biographisches:
Serge Leclaire (1924 - 1994), Schüler und Mitarbeiter von Jacques Lacan und Françoise Dolto, studierte Medizin und Neuropsychiatrie. Er unterrichtete an der École normale supérieure. Präsident und Mitbegründer der Société française de psychanalyse (SFP). Publikationen: Psychanalyser (1968), On tue un enfant (1975), Rompre les charmes (1981), État des lieux de la psychanalyse, le Pays de l'autre (1991).