Psychoanalytisches Wissen
Hg. von Lydia Marinelli
Der Band bietet Beiträge, die psychoanalytische Theoriebildung und Praktiken als zeitgebundenes und damit veränderbares Geschehen verstehen. Die hier vorgestellten Aufsätze fragen nach den Eigenheiten psychoanalytischer Wissensproduktion und untersuchen sie mit den methodischen Möglichkeiten der neueren Wissenschaftsgeschichte. Ins Blickfeld geraten auf diese Weise ihre materielle Kultur, wie sie sich im psychoanalytischen »Setting« oder in ihren Druckwerken niederschlug, die spezifischen Formen der Psychoanalyse-Kritik oder die Transformationen, die durch das Überschreiten von Sprachgrenzen ausgelöst wurden.
Mit Beiträgen von John Forrester, Lydia Marinelli, Andreas Mayer, Alexandre Métraux, Annick Ohayon, Henning Schmidgen und Michael Schröter.
Der Band erschien auch als Heft 2003/2 der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften.
Biographisches:
Lydia Marinelli (1965–2008) war seit 1999 wissenschaftliche Leiterin des Sigmund-Freud-Museums in Wien. Sie kuratierte mehrere große Ausstellungen (u.a. Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Meine alten und dreckigen Götter, Freuds verschwundene Nachbarn und Die Couch. Vom Denken im Liegen), unterrichtete an der Universität Wien und war als Forscherin an mehreren Institutionen zu Gast (u.a. an der Harvard University und am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin).
154 S., € 18,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-404-4
[vergriffen]
EAN: 9783851324044