Henri Maldiney
Drei Beiträge zum Wahnsinn
Hg. von Till Grohmann
Aus dem Französischen von Till Grohmann und Samuel Thoma
Anstatt den Wahnsinn innerhalb eines Diskurses abendländischer Vernunft zu marginalisieren und ihn als ein nicht gedachtes Negatives im Denken wegzusperren, siedelt Maldiney ihn im Zentrum seines philosophisch-anthropologischen Fragens an. Dem Wahnsinn kommt dabei die Aufgabe zu, über das Wesen des Menschseins Auskunft zu geben.
In der Krise der aufkommenden Psychose sucht er diejenigen Kräfte zu denken, welche die eigene existentielle Plastizität zugleich bedrohen und aufrechterhalten. Hierbei stützt sich Maldiney auf die Phänomenologie, die Psychoanalyse und andere Disziplinen. Die von ihm aufgeworfenen Fragen zu Philosophie und Psychiatrie stehen in einem ebenso kritisch wie erhellenden Bezug zur deutschsprachigen Bewegung phänomenologischer Psychopathologie.
Biographisches:
Henri Maldiney (1912-2013) war ein bedeutender französischer Vertreter der Phänomenologie. Neben der deutschen Philosophie (Husserl, Heidegger) und Lyrik (Hölderlin) bezieht er sich auch auf die Tradition der Psychopathologie (Binswanger). Sein Konzept der Transpassibilität ist ein bewährter Teil der gegenwärtigen Psychotherapie.
Till Grohmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Wuppertal.
252 S., € 28,-
Paperback mit Klappen
ISBN 978-3-85132-919-3
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EAN: 9783851329193