OLIVER MARCHART
Neu beginnen
Hannah Arendt, die Revolution und die Globalisierung
Mit einer Einleitung von Linda Zerilli
Cover
Das Buch stellt Arendts Denken in den Kontext der gegenwärtigen Globalisierungsdebatte. Dem allgemeinen Diskurs der Alternativlosigkeit wird Arendts emphatischer Begriff des Neubeginnens als Moment politischen Handelns entgegengestellt. Ihr Denken wird dazu in Verbindung gebracht mit der politischen Theorie der Gegenwart, u.a. mit den Thesen von Jean-Luc Nancy, Claude Lefort, Giorgio Agamben, Ernesto Laclau und Chantal Mouffe. Vor diesem Hintergrund untersucht der Autor den zeitlichen und den räumlichen Aspekt des Handelns: Der »Augenblick« des Neuanfangs in der Geschichte heßt bei Arendt »Revolution« – die Gründung der Freiheit. Der »Ort«, an dem Neuanfänge in die Geschichte stürmen, heisst bei Arendt »Welt«. Zu oft aber dreht sich die Globalisierungsdebatte um einen alternativlosen Begriff von »Globus«. Der Autor plädiert dafür, einen Begriff von »mundus«, von Welt im Arendtschen Sinn, in die Debatte einzuführen. Die Antiglobalisierungsbewegung dürfe sich nicht um den Globus-als-Globus drehen, sondern um die Welt-als-Welt, d.h. um die Herstellung und Bewahrung politischer Öffentlichkeiten. Die Antiglobalisierungsbewegung werde so zur Altermundialisierungsbewegung. Das zentrale Diktum der Bewegung: »Eine andere Welt ist möglich«, hieße dann vor allem: Politisches Handeln ist nach wie vor möglich, und zwar als Neubeginn. Als »Revolution« und als »Welt«.

oliver marchart neu beginnen hannah arendt, die revolution und die globalisierung oliver marchart: neu beginnen isbn 978-3-85132-421-1, 204 s., eur 18,– marcharts buch ist vor allem eine aktualisierung von arendts politischer theorie in hinblick auf auseinandersetzungen um die globalisierung.

das buch stellt arendts denken in den kontext der gegenwärtigen globalisierungsdebatte. dem allgemeinen diskurs der alternativlosigkeit wird arendts emphatischer begriff des neubeginnens als moment politischen handelns entgegengestellt. ihr denken wird dazu in verbindung gebracht mit der politischen theorie der gegenwart, u.a. mit den thesen von jean-luc nancy, claude lefort, giorgio agamben, ernesto laclau und chantal mouffe. vor diesem hintergrund untersucht der autor den zeitlichen und den räumlichen aspekt des handelns: der »augenblick« des neuanfangs in der geschichte hesst bei arendt »revolution« – die gründung der freiheit. der »ort«, an dem neuanfänge in die geschichte stürmen, heisst bei arendt »welt«. zu oft aber dreht sich die globalisierungsdebatte um einen alternativlosen begriff von »globus«. der autor plädiert dafür, einen begriff von »mundus«, von welt im arendtschen sinn, in die debatte einzuführen. die antiglobalisierungsbewegung dürfe sich nicht um den globus-als-globus drehen, sondern um die welt-als-welt, d.h. um die herstellung und bewahrung politischer öffentlichkeiten. die antiglobalisierungsbewegung werde so zur altermundialisierungsbewegung. das zentrale diktum der bewegung: »eine andere welt ist möglich«, hiesse dann vor allem: politisches handeln ist nach wie vor möglich, und zwar als neubeginn. als »revolution« und als »welt«.

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Zur Person
Oliver Marchart, geboren 1968 in Wien. Studium der Philosophie, Theaterwissenschaft und politischen Theorie in Wien (Dr.phil.) und Essex (PhD). Lehrbeauftragter an den Institituten für Philosophie und für Politikwissenschaften der Universität Wien. 2001-02 wissenschaftlicher Berater und Mitarbeiter der Documenta11. Derzeit Assistent am Institut für Medienwissenschaften der Universität Basel und Fellow an der Columbia University und am Maison des Sciences de l'Homme, Paris.
Arbeitsschwerpunkte: Kulturwissenschaften und politische Theorie/Philosophie. Zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften und Sammelbänden sowie Buchveröffentlichungen.
Details zum Buch
204 S., € 18,-
Paperback mit Klappen
ISBN 978-3-85132-421-1 [vergriffen]

Letztes Update: 04.01.2018
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