Samir Osmancevic
Oswald Spengler und das Ende der Geschichte
Diese Untersuchung stellt sich eine zweifache Aufgabe. Einerseits handelte es sich darum, das Werk Spenglers von den Spengler-Stereotypen und Klischees zu befreien, andererseits ist dazu nötig, das späte und weniger bekannte Werk von Oswald Spengler (»Reden und Aufsätze«, »Urfragen«, »Frühzeit der Weltgeschichte«, »Der Mensch und die Technik«) in seinen eschatologischen Dimensionen zu hinterfragen.
Der Autor unternimmt eine Darstellung von philosophiegeschichtlich wichtigsten eschatologischen Modellen (Hesiod, Augustinus, Joachim von Fiore, Ibn Khaldun, Vico und Hegel) und die Verortung von Spenglers »Untergang des Abendlandes« in diesem Zusammenhang. Als Teil vieler Endzeitphilosophien werden die Widersprüche und Folgen organizistischer/biologistischer Geschichtsauffassungen sowie die Bedingungen und Mechanismen der Entstehung des messianischen Bewusstseins analysiert. Diese manifestierten sich nicht zuletzt in der russischen Geschichtsphilosophie im 19. Jahrhundert.
Biographisches:
Samir Osmancevic, geb. 1967 in Bosnien, ist lebensgeschichtlich selbst Betroffener von eschatologischen Geschichtsauffassungen. Er promovierte mit einer Vorform dieses Buches an der Universität Graz mit Auszeichnung und lebt heute mit österreichischer Staatsbürgerschaft in der steirischen Landeshauptstadt.
239 S., € 29,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-486-0
[vergriffen]
EAN: 9783851324860