UnschuldskomödienMuseum & PsychoanalyseHg. von Karl-Josef Pazzini (Reihe: Museum zum Quadrat, No. 10)
175 S. , EUR 18,-
→ vergriffen
Paperback mit Klappen ISBN 978-3-85132-202-6, 1999
Der Titel ist im Buchhandel nicht mehr bestellbar. Eventuell sind noch Restexemplare vorhanden, die zum ursprünglichen Ladenpreis (zuzüglich Postporto ab Wien) abgegeben werden können. Sie können dies per E-Mail
| Zurück |
|
Museum und Psychoanalyse. Worin besteht die Beziehung, die Konjunktion? Nicht nur, dass sowohl Museum als auch Psychoanalyse immer wieder Anlass zum Lachen, sogar zur Lächerlichkeit, geben, könnten zwei konträre Bewegungen gegenseitig erhellend wirken: Die Psychoanalyse hat es zu tun mit den Einschreibungen der (größeren) Geschichten in die kleinen Geschichten. Das Museum hingegen versucht die Einschreibung von kleinen Geschichten in eine große Erzählung. Wie steht es damit aber gegenwärtig, wenn die großen Erzählungen sich als nicht mehr haltbar erwiesen haben? Wenn es keine Personifizierung eines Dritten mehr gibt, keine imaginäre Füllung des leeren Ortes? Das Museum ist um diese Leere herum gebaut, steht in der Gefahr, sie zu verbauen, mit Objekten und mit Sinn zuzustellen. Psychoanalyse thematisiert gerade dieses Fehlen, setzt sich auseinander mit der unmöglichen Verhaftung des Dritten, seiner Nichtfeststellbarkeit, und setzt deswegen auf Hören und Sprechen. Die Spannungslinien zwischen musealem Gedenken und psychoanalytischer Arbeit am Gedächtnis verfolgen die Autoren dieses Bandes: von Karl-Josef Pazzini, André Michels, August Ruhs über Liselotte Hermes da Fonseca, Susanne Lummerding und Eva S. Sturm.
Biographisches:
Karl-Josef Pazzini, geb. 1950, ist Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg und in psychoanalytischer Praxis tätig.
|