Mario Perniola
Die Situationisten
Prophetie der "Gesellschaft des Spektakels"
Aus dem Ital. von Laura Albers
Die situationistische Bewegung ist immer wieder ein wesentlicher Bezugspunkt auf der Suche nach alternativen theoretischen Konzepten. Sie kann im Kontext der Zeitschrift »Internationale situationniste« (1958-1969) als die radikalste und kohärenteste Kundgebung der künstlerischen und politischen Avantgarde im 20. Jahrhundert gesehen werden. Themen wie die Überwindung der Kunst, die kritische Gesellschaftstheorie und die Revolutionsproblematik haben in den Werken der Protagonisten, die sich um Guy Debord versammelten, exemplarische Formulierungen gefunden, die schon damals viele sensible Aspekte der Debatten von heute vorwegnahmen. Das auch für viele Gleichgesinnte empörende Straßburger Manifest über das Studentenmilieu 1966 trug nicht unwesentlich zur theoretischen Reflexion der 68er-Bewegung bei.
Mario Perniola, der selbst mit großer Aufmerksamkeit die letzte Phase der Bewegung verfolgte, berichtet und interpretiert eine Geschichte, die zur Legende geworden ist.
Biographisches:
Mario Perniola, Ästhetikdozent an der »Università degli Studi di Roma Tor Vergata«, ist Autor von zahlreichen Büchern. Zuletzt erschien vom ihm »Der Sex-Appeal des Anorganischen« (Turia + Kant, 1999), »Ekel« (Turia + Kant, 2003), »Die Kunst und ihr Schatten« (Diaphanes, 2003) und »Wider die Kommunikation« (Merve, 2005).
I situazionisti
181 S., € 20,-
Paperback mit Klappen
ISBN 978-3-85132-601-7
[vergriffen]
EAN: 9783851326017