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Als »Stein des Anstoßes« bezeichnete Sigmund Freud das rätselhafte Wesen des Sadismus und »ganz besonders« des Masochismus. Es führte ihn in Jenseits des Lustprinzips erstmals zum Begriff eines »Todestriebs«, der später oft als unnütze, dunkle Phantasie abgetan wurde. Erst Lacan nahm ihn - in seinem Begriff des »Genießens« (jouissance) - wieder auf. Recalcati untersucht Probleme der Ethik, der Sprache, des Subjektbegriffs in dieser Struktur. Er bezieht die philosophischen Tradition (Kant, Hegel, Marx, Nietzsche, Kojève, Heidegger, Sartre, Althusser), aber auch die Kunst (Tąpies) mit ein. Die italienische Ausgabe, bereits in der zweiten Auflage, wurde für die deutsche Ausgabe beträchtlich erweitert.
Biographisches:
Massimo Recalcati arbeitet als Psychoanalytiker in Mailand. Sein Hauptarbeitsgebiet ist Anorexie-Bulimie. Er ist wissenschaftlicher Leiter der Associazione per lo studio e la ricerca sull' anoressia-bulimia e disordini alimentari und ist an den Universitäten Mailand und Urbino tätig. Mitherausgeber zahlreicher Zeitschriften, darunter auch aut-aut und La Psicoanalisi.
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