JEAN-PAUL SARTRE
Was ist Subjektivität?
Hg. von Razmig Keucheyan
Vorwort von Michel Kail und Raoul Kirchmayr
Nachwort von Fredric Jameson
Aus dem Französischen von Brita Pohl
»Qu’est-ce que la subjectivité. Préface de Michel Kail et Raoul Kirchmayr. Postface de Fredric Jameson« erschien bei Les Prairies ordinaires, Paris 2013
Cover
Die Entdeckung dieses Vortrags zeigt ein Dokument aus einer Zeit, in der Sartre nach seiner Abwendung vom Stalinismus versucht, Kommunismus und Existenzialismus in Einklang zu bringen.

Als er im Dezember 1961 am Gramsci-Institut in Rom vor kommunistischen und der PCI nahestehenden italienischen Intellektuellen den Vortrag »Marxismus und Subjektivität« hielt, hatte er eben die Kritik der dialektischen Vernunft veröffentlicht und bereits die Arbeit an seinem Werk Gustave Flaubert, Der Idiot der Familie, begonnen. In seinem Vortrag wendet er sich einerseits gegen einen »Subjektivismus«, der das Subjekt mit seinem Bewusstsein von sich selbst gleichsetzt, und andererseits gegen den »Objektivisimus« bzw. einen dialektischen Materialismus, der in der Subjektivität nur den Ausdruck einer Klassenposition sehen kann.

Jenseits des historischen Interesses an der intellektuellen Diskussion Anfang der 1960er Jahre, an der Abgrenzung Sartres gegenüber marxistischen Größen wie Georg Lukàcs, bleibt die Frage danach bestehen, was es bedeutet, ein »Selbst« zu sein, die Frage nach dem Erkennen seiner Selbst, nach der Rolle von Wissen und Nicht-Wissen in der Subjektivierung.

jean-paul sartre was ist subjektivität?

jean-paul sartre: was ist subjektivität?

isbn 978-3-85132-770-0, 198 s., eur 22,– die entdeckung dieses vortrags zeigt ein dokument aus einer zeit, in der sartre nach seiner abwendung vom stalinismus versucht, kommunismus und existenzialismus in einklang zu bringen.

als er im dezember 1961 am gramsci-institut in rom vor kommunistischen und der pci nahestehenden italienischen intellektuellen den vortrag »marxismus und subjektivität« hielt, hatte er eben die kritik der dialektischen vernunft veröffentlicht und bereits die arbeit an seinem werk gustave flaubert, der idiot der familie, begonnen. in seinem vortrag wendet er sich einerseits gegen einen »subjektivismus«, der das subjekt mit seinem bewusstsein von sich selbst gleichsetzt, und andererseits gegen den »objektivisimus« bzw. einen dialektischen materialismus, der in der subjektivität nur den ausdruck einer klassenposition sehen kann.

jenseits des historischen interesses an der intellektuellen diskussion anfang der 1960er jahre, an der abgrenzung sartres gegenüber marxistischen grössen wie georg lukacs, bleibt die frage danach bestehen, was es bedeutet, ein »selbst« zu sein, die frage nach dem erkennen seiner selbst, nach der rolle von wissen und nicht-wissen in der subjektivierung.

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Details zum Buch
198 S., € 22,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-770-0 [lieferbar]

Letztes Update: 04.01.2018
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