Lisa Schmuckli
Begehren nach Bildern - Freuds Bildkonzept
Spuren der pikturalen Wende
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Philosophisch beginnt das neue Jahrtausend mit einer »pikturalen Wende« – unter diesem Stichwort wird die Vorrangigkeit des Bilds vor dem Wort diskutiert. Und sofort fällt eine Parallelität auf: Auf den Beginn des 20. Jahrhunderts fiel das Erscheinen der Freudschen »Traumdeutung«, des Werks, das zum einen die Psychoanalyse begründete und die Interpretation der Träume als Königsweg zur Erforschung des Unbewussten darlegte; das aber zum andern – wie es diese Studie zeigen will – auch als eine Antwort auf die Frage der Darstellbarkeit des Unsichtbaren gelesen werden kann. In der »Traumdeutung« thematisiert Freud Visualisierungsprozesse avant la lettre. Diese greift die Autorin auf und setzt sie zu einem eigentlichen Bildkonzept Freuds zusammen.
Daraus lässt sich schließlich eine aktuelle Bildtheorie entwickeln, in der die Dialektik zwischen der Analphabetisierung des Blicks und der Alphabetisierung der Bilder thematisiert werden kann.
253 S., € 26,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-462-4
[vergriffen]
EAN: 9783851324624