Reinhard Sieder
Die Rückkehr des Subjekts in den Kulturwissenschaften
Im langen Übergang von der frühen Neuzeit zur Moderne entstand das Individuum westlicher Art. Gerät es in der »Zweiten Moderne« in eine Krise? War die romantische Liebe um 1800 den Adligen und den besitzenden und gebildeten Bürgern vorbehalten? Erleben wir heute die Verwandlung der romantischen Liebe in eine skeptische Liebe? Wie steht es um alte Sehnsüchte nach Geborgenheit, wenn private, politische, religiöse und betriebliche Bindungen immer rascher zerbrechen oder erst gar nicht zustande kommen? Dieses Buch thematisiert das Subjekt in seiner bedrängten Freiheit.
Inhalt:

Vorwort
Zur Einführung
Die Rückkehr des Subjekts in den Kulturwissenschaften
»Alltag« revisited, oder was vor der neuen Kulturgeschichte denkbar war
Die Liebe der Ledigen auf dem Land. Intime Beziehungen der Dienstboten um 1800
Ein Hitlerjunge aus gutem Haus. Narrativer Aufbau und Dekonstruktion einer Lebensgeschichte
Von der romantischen zur skeptischen Liebe?

Biographisches:
Reinhard Sieder: Nach frühen Arbeiten zur Soziologie und Geschichte der Familie konzentrierte er sich auf Methodologien der Soziologie, der Ethnologie und Kulturanthropologie und entwickelte Erinnerungsinterviews für die Sozial- und Zeitgeschichte. Neben Lehrtätigkeit, vor allem am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien, Forschungen zur Alltagsgeschichte. Sieder ist Mitherausgeber der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaft sowie mehrerer Buchreihen.
240 S., € 18,00,-
Paperback mit Klappen
ISBN 978-3-85132-395-5
[vergriffen]
EAN: 9783851323955