Jean-François Lyotard / Jacques Derrida u.a.
Das Vergessen/e
Hg. von Georg Christoph Tholen / Elisabeth Weber
Shoah – Holocaust – Auschwitz: Drei Passwörter für das stets unvollständige Begreifen der nationalsozialistischen Massenvernichtung, die als jeweils bevorzugtes Schibboleth die Grenzen des Verstehens markieren und zugleich verdecken – ein Rest, Asche. Hier gibt es kein Erinnern, keine Wiederholung und dennoch: kein Entrinnen vor dem Gedenken. Möglich scheint, vielleicht, eine Anamnese des Undarstellbaren, die gelingen könnte, wenn sie gleichsam von Furchen des Vergessens eingeklammert ist. So schützen eben diese Grenzen davor, von der Flut des zu Erinnernden, von dem, was es in sich birgt, von der verhängnisvollen Frage nach dem Feuer jener Asche ausgebrannt zu werden.
Des Vergessenen gedenken: Dieses Buch stellt die wichtigsten Beiträge zu diesem Komplex in einem Band zusammen: von Lyotards Dechiffrierung des »Sprechens nach Auschwitz« im Anschluss an Adornos bekannte Fixierung dieses Namens bis zu – vorläufig – letzten Auseinandersetzungen bei Jacques Derrida, Philippe Lacoue-Labarthe, Jean-Luc Nancy u. a.
288 S., € 25,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-120-3
[vergriffen]
EAN: 9783851321203