Buden / Nowotny - Übersetzung: Das Versprechen eines Begriffs Boris Buden / Stefan Nowotny

Übersetzung: Das Versprechen eines Begriffs

Hg. von translate

(Reihe: translate 3)

232 S. , 16 x 24 cm, EUR 22,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-535-5, 2009
(lieferbar)

Der Titel ist lieferbar. Sollten Online-Händler wie amazon.de oder andere Buchhandlungen davon abweichende Angaben machen, heißt das nur, dass er derzeit speziell über diesen Vertrieb nicht geliefert werden kann (oder will). Wenden Sie sich an Ihre bewährte Buchhandlung; sie wird Ihnen den Titel in der Regel binnen weniger Tage über eine unserer Buchhandelsauslieferungen besorgen. Die Angabe der ISBN (s.o.) ist dabei hilfreich.
[PDF]  Inhaltsverzeichnis

Zurück
Siehe auch
 
Übersetzung ist heute elementar. Die gegenwärtige Kulturtheorie fand in ihr den lang gesuchten postuniversalistischen Allgemeinheitsbegriff; die postkoloniale Welt das neue Modell der kulturellen Identifikation; transnationale politische Projekte das Amalgam nicht-essenzialistischer Gesellschaftlichkeit; die globale Welt ihre allseits verständliche gemeinsame Sprache; und schließlich die demoralisierte Emanzipation ihre neue Hoffnung. Was hat diesen sonst so bescheidenen Begriff der sprachlichen Praxis so allgemein begehrt gemacht? Ist es seine faszinierende theoretische Karriere oder die Tiefe der Krise, in welcher wir uns befinden? Nur wer das eine in das andere zu übersetzen vermag, kann das Versprechen des Übersetzungsbegriffs kritisch bewerten. Und nur wer seine politisch-praktischen Potenziale ernst nimmt, darf darauf hoffen, etwas von diesem Versprechen einzulösen.

Biographisches:
Boris Buden studierte Philosophie in Zagreb und Cultural Studies an der HU Berlin. In den 1990ern war er Herausgeber der Zeitschrift »Arkzin«, Zagreb. Seine Essays und Artikel umfassen Themen der Philosophie, Politik, Kultur- und Kunstkritik. Unter seinen Übersetzungen ins Kroatische finden sich zwei Bücher von Sigmund Freud. Buden ist Autor von »Barikade«, Zagreb 1996/1997, »Kaptolski Kolodvor«, Belgrad 2001 und »Der Schacht von Babel«, Berlin 2004 (Vavilonska jama, Belgrad 2007).

Stefan Nowotny ist in Wien lebender Philosoph. Er war 2004/05 Lektor an der Universität Lüneburg (Kulturwissenschaften) und 2001-2003 Visiting Fellow der Universität Louvain-la-Neuve (Centre de philosophie du droit). Er hat verschiedene Essays zu philosophischen und politischen Themen publiziert, mehrere Anthologien mit herausgegeben und eine Anzahl von Texten aus dem Französischen und Englischen ins Deutsche übersetzt, darunter auch G. Ch. Spivaks »Can the Subaltern Speak?« (gemeinsam mit A. Joskowicz bei Turia + Kant).