Virno - Grammatik der Multitude / Die Engel ...  Paolo Virno

Grammatik der Multitude / Die Engel und der General Intellect

Vom Verf. autorisierte Übersetzung, mit einer Einleitung von Klaus Neundlinger und Gerald Raunig

Aus dem Ital. von Klaus Neundlinger
(Reihe: es kommt darauf an 4
Hg. von Boris Buden, Jens Kastner, Oliver Marchart, Stefan Nowotny, Gerald Raunig, Hito Steyerl, Ingo Vavra)

190 S. , 12 x 20 cm, EUR 14,-
Paperback mit Klappen
ISBN 978-3-85132-453-2, 2006, 2. Aufl. 2008
(lieferbar)

Der Titel ist lieferbar. Sollten Online-Händler wie amazon.de oder andere Buchhandlungen davon abweichende Angaben machen, heißt das nur, dass er derzeit speziell über diesen Vertrieb nicht geliefert werden kann (oder will). Wenden Sie sich an Ihre bewährte Buchhandlung; sie wird Ihnen den Titel in der Regel binnen weniger Tage über eine unserer Buchhandelsauslieferungen besorgen. Die Angabe der ISBN (s.o.) ist dabei hilfreich.
[PDF]  Inhaltsverzeichnis

Zurück
Siehe auch
 
Die Grammatik der Multitude bezieht sich auf die spinozistischen Figur der multitudo. Virno beschreibt die Verdrängung dieses Begriffs durch den des »Volks« im 17. Jahrhundert. Die multitudo wurde im Laufe dieser Entwicklung immer mehr zum Synonym für das ungeordnete, wilde und gemeine Außen des Staatsvolks.

Erst in der heutigen postfordistischen Lage, in der sich eine hinterhältige Form von »Kommunismus des Kapitals« breit macht, wird die multitudo wieder zu einer Eigenschaft des gesellschaftlichen Systems und setzt sich als Phänomen und Begriff ihrerseits gegen das (Staats-)Volk durch. Die Multitude konstituiert eine »nicht-staatliche Öffentlichkeit«, aus der mannigfache Formen der Selbstbestimmung und -organisation hervorgehen können, die aber auch als Quelle schrankenloser Angst eine tiefe Ambivalenz in sich birgt.

In »Die Engel und der General Intellect« untersucht Virno das sich daran anschließende Problem der Individuation anhand der Texte von Duns Scotus und Gilbert Simondon.