Bruchlinien Europas
Philosophische Erkundungen bei Badiou, Adorno, Žižek und anderen
Hg. von Gerhard Unterthurner und Erik M. Vogt
Angesichts der Hegemonie neoliberaler Politiken, die zu einem radikalen Umbau von Gesellschaften geführt hat, und gegenwärtiger Rassismen wurde die Frage nach Europa bei einigen zeitgenössischen Denkern wieder aufgenommen. Wiederaufgenommen heißt, dass die Frage nach dem, was Europa ausmacht, eine ältere Frage ist: Zum einen steht Europa für viele für die Geburt der Philosophie und radikale Demokratie, für eine Politik des Universalen, für Aufklärung, Emanzipation und Ideen wie radikale Gleichheit. Für andere steht Europa für Kolonialisierung und rassistischen Eurozentrismus. Die Frage ist daher, ob Europa eine Zukunft hat jenseits von Eurozentrismus und Anti-Eurozentrismus.
Einige Beiträge in diesem Band gehen auf diese Frage in Auseinandersetzung mit Žižek, Badiou u.a. ein (Erik M. Vogt, João Pedro Cachopo, Ruhtan Yalçiner). Andere Beiträge handeln vom Kolonialismus aus der Sicht von Fanon (Maurice Wade), von der gegenwärtigen Flüchtlingspolitik in Europa in Bezug auf das Thema der Hospitalität nach Kant und Derrida (Andreas Oberprantacher) oder stellen Analysen zur europäischen Rationalität aus der Sicht von Rancière, Foucault oder Adorno zur Diskussion (Hitoshi Tanaka, Osman Nemli, Ryan Crawford, Gerhard Unterthurner).
Biographisches:
Gerhard Unterthurner ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie der Universität Wien und am Institut für Wissenschaft und Kunst in Wien.
Erik M. Vogt ist Professor für Philosophie am Department of Philosophy des Trinity College in Hartford, USA, und Dozent an der Universität Wien.
259 S., € 26,-
Paperback mit Klappen
ISBN 978-3-85132-829-5
[lieferbar]
EAN: 9783851328295
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