MARÍA ZAMBRANO
Der Mensch und das Göttliche
Aus dem Span. von Charlotte Frei
»El hombre y lo divino« erschien bei Fondo de Cultura Económica, Col. Breviario, México 1955 / 1972
Cover
Das Buch »Der Mensch und das Göttliche« hatte usprünglich den Arbeitstitel »Die Abwesenheit«. Die Autorin untersucht in diesem Werk die wechselhaften Auseinandersetzungen des Menschen mit dem Göttlichen, einem Phänomen, das den Göttern bzw. Gott vorausgeht, und immer dann in Erscheinung tritt, wenn es heißt »Gott ist tot«. In diesem Sinne bedeutet das Göttliche eine ständig gegenwärtige Abwesenheit, die sich folgenreich auf das Selbstverständnis des Menschen und seine Stellung im Kosmos ausgewirkt hat.

Zambrano zeigt u.a. am Beispiel des Pythagoreismus’, Augustinus’, Nietzsches und Schelers, wie die Durchdringung von Religion und Philosophie für die Denkentwicklung Europas bestimmend war.

Bei ihren philosophischen, religiösen und poetischen Grenzgängen liegt Zambrano daran, Möglichkeiten für eine Reform der Vernunft aufzuzeigen. Diese neue »poetische Vernunft« muss die Innerlichkeit des Menschen umfassen und stellt sich den Abgründen, die das rationalistische Denken von jeher geneigt ist aufzuheben.

»Der Mensch und das Göttliche« zählt zu den bedeutendsten Schriften der Philosophin. Die zweite, erweiterte Ausgabe von 1973 stellt die Vorlage für das nun zum ersten Mal in deutscher Sprache vorliegende Werk dar.

maria zambrano der mensch und das göttliche maria zambrano: der mensch und das göttliche isbn 978-3-85132-430-3, 333 s., eur 26,– ein hauptwerk zambranos, »el hombre y lo divino«, erschien erstmals 1955. es zielt – wie lacans denken zur selben zeit – auf das »abwesende«, findet aber einen anderen umgang damit in einer sprache, die sich dem rationalen, »wissenschaftlichen« denken bewusst widersetzt.

das buch »der mensch und das göttliche« hatte usprünglich den arbeitstitel »die abwesenheit«. die autorin untersucht in diesem werk die wechselhaften auseinandersetzungen des menschen mit dem göttlichen, einem phänomen, das den göttern bzw. gott vorausgeht, und immer dann in erscheinung tritt, wenn es heisst »gott ist tot«. in diesem sinne bedeutet das göttliche eine ständig gegenwärtige abwesenheit, die sich folgenreich auf das selbstverständnis des menschen und seine stellung im kosmos ausgewirkt hat.

zambrano zeigt u.a. am beispiel des pythagoreismus’, augustinus’, nietzsches und schelers, wie die durchdringung von religion und philosophie für die denkentwicklung europas bestimmend war.

bei ihren philosophischen, religiösen und poetischen grenzgängen liegt zambrano daran, möglichkeiten für eine reform der vernunft aufzuzeigen. diese neue »poetische vernunft« muss die innerlichkeit des menschen umfassen und stellt sich den abgründen, die das rationalistische denken von jeher geneigt ist aufzuheben.

»der mensch und das göttliche« zählt zu den bedeutendsten schriften der philosophin. die zweite, erweiterte ausgabe von 1973 stellt die vorlage für das nun zum ersten mal in deutscher sprache vorliegende werk dar.

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Zur Person
María Zambrano (1904–1991) studierte Philosophie in Madrid und war Schülerin von Ortega y Gasset. Während des spanischen Bürgerkriegs unterstützte sie aktiv den republikanischen Widerstand. Dessen Scheitern führte Zambrano 1939 ins Exil: Paris, Mexiko, Kuba, Puerto Rico, wieder Paris, Rom und die französische Schweiz. Nach dem Ende der Franco-Diktatur kehrte sie 1984 nach Madrid zurück. 1988 erhielt sie als erste Frau den bedeutenden Premio Cervantes zugesprochen.
Details zum Buch
333 S., € 26,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-430-3 [lieferbar]

Letztes Update: 04.01.2018
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