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François Jullien
Warum man nicht mehr »ich liebe dich« sagen sollte
Gespräche mit Nicolas Truong
Aus dem Französischen von Erwin Landrichter

Das Unbehagen am etwas pathetischen »Ich liebe dich« ist dasselbe wie etwa am Wort »Beziehung«: In der westlichen Welt ist der Liebesmarkt schreiend genug, um wesentliche Aspekte der Liebe, wie sie sich im Lauf der Geschichte entwickelt haben, zu übertönen.

François Jullien setzt seinen Begriff der »Intimität« dem der Liebe gegenüber und forciert die Idee einer zweiten, anderen Liebe, sogar eines zweiten, anderen Lebens, eines »seconde vie«, das in der Ablösung von den oktroyierten Wichtigkeiten und Besorgnissen des bisherigen Lebens entstehen kann. Aus einer »De-Koinzidenz« zum bisherigen Leben heraus entstehen Möglichkeiten, das »Un-Erhörte« wahrzunehmen.

Julliens Theorien wurden in ihren einzelnen Ausarbeitungen in viele Sprachen übersetzt. Ihre Verbindung dieser Stränge in diesem Bändchen macht den Grundzug und den inneren Zusammenhang des Jullien’schen Denkens erkennbar.

Biographisches:
François Jullien ist Philosoph, Hellenist und Sinologe, sein Werk oszilliert zwischen dem chinesischen und dem europäischen Denken. Aus dieser Bewegung heraus hat er eine interkulturelle Reflexion und Existenzphilosophie entwickelt. François Jullien gehört zu den meistübersetzten Denkern unserer Zeit. In diesem Band spricht er mit dem französischen Journalisten Nicolas Truong (Le Monde).
Erwin Landrichter ist Übersetzer in Wien.
Pourquoi il ne faut plus dire ›je t'aime‹ erschien bei Éditions de L’Aube, La Tour d’Aigues, 2019
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ISBN 978-3-85132-984-1
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12 x 20 cm, 53 S., € 9,- Erstauflage: 2020
Paperback mit Klappen
EAN: 9783851329841
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