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Gottfried Liedl
Mediterraner Islam
Zwei Teilbände: 1. Renaissancen 2.Moderne Charaktere

Wie Europa einst, in der Antike, viel weiter in den Orient reichte, so reichte später auch der Islam viel weiter in die Mediterranée als heute. Wenn wir von Renaissance sprechen, so muss der lange Strom islamischer, an antiker Weisheit orientierter Kultur im Mittelmeerraum mit einbezogen werden. Dafür plädiert der erste Teil dieses zweiteiligen Werks.

Der zweite Teil stellt die Kultur Granadas ins Zentrum. Gleichzeitig mit Europas »Neuzeit« beginnt Europas Vertreibungs- und Verdrängungsgeschichte. Trotz Spaniens arabischem, weltoffenen Erbe werden 1492 in den Königreichen Kastilien und Aragón alle Juden des Landes verwiesen, um 1610 alle Muslime. Einem der Worführer zufolge ist die europäische »Islamità« nicht wert, aufgezeichnet und erinnert zu werden. Man verspricht dem Anderen noch gute Nachbarschaft, Respekt, Achtung der Sitten und Gebräuche. Diese Verträge halten ein Jahrzehnt. Schließlich hält die Inquisition Einzug.

Biographisches:
Gottfried Liedl ist Philosoph und unterrichtet am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. Mehrere Publikationen zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte Spaniens bei Turia + Kant.
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ISBN 978-3-85132-479-2
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12 x 20 cm, 298 S., € 22,- Erstauflage: 2007
Paperback mit Klappen
EAN: 9783851324792