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Selbstverlust und Welterfahrung
Erkundungen einer pathischen Moderne
Hg. von Björn Bertrams und Antonio Roselli
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Die Moderne als Werkstatt der Selbstverhältnisse: Betrachtet man sie so, dann geht es ihr vorrangig um eine Besitzergreifung des Selbst, rational wie sozial. Mit dem Selbstbesitz rückt auch die Welt in den Verfügungsbereich des Menschen. Allerdings steigt mit der Verstetigung der Besitzverhältnisse auch die Lust am Verlust. Minderungen des Bewusstseins, Selbstschwächungen versprechen Welterfahrung jenseits des Zugriffs. Szenarien der Ergriffenheit und der Besessenheit des Selbst kehren die modernen Besitzverhältnisse punktuell um und antworten auf einen marginalisierten Erfahrungsbedarf. Der Selbstverlust ermöglicht dabei – technisch eingeübt, rituell inszeniert – nicht nur eine sinnlich gesteigerte Welterfahrung. Mitunter befähigt er zu alternativen Handlungsweisen und trägt so zur Selbsterneuerung bei. Auf Dauer gestellt bedroht er jedoch die Integrität des Selbst. Dieser Band macht klar: Der Selbstverlust deutet auf einen neuralgischen Punkt der Moderne – auf ihre pathische Verfassung.

Tagungsband mit Beiträgen von Björn Bertrams, Peter Braun, Kathrin Busch, Rosa Eidelpes, Joachim Fischer, Volker Gottowik, Héla Hecker, Elisabeth Heyne, Sandra Janßen, Ulrich van Loyen, Martin Mettin, Oliver Precht, Thomas Reinhardt, Antonio Roselli, Michaela Schäuble, Rosemary Snelling-Gőgh und Martin Treml.

Biographisches:
Björn Bertrams ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Antonio Roselli ist Mitarbeiter am Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Bibliographisches:
Buchdetails . . . ▽
ISBN 978-3-85132-993-3
16 x 24 cm, 431 S., € 40,-
Paperback mit Klappen
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EAN: 9783851329933
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