Jankélévitch -  Erste Philosophie   (2., korr. Aufl)  VLADIMIR JANKÉLÉVITCH

Erste Philosophie

Aus dem Franz. von Jürgen Brankel
»Philosophie première« erschien bei PUF, Paris 1953
293 S. , EUR 29,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-384-9, 2005, 2. Aufl. 2006
(lieferbar)

Der Titel ist lieferbar. Sollten Online-Händler wie amazon.de oder andere Buchhandlungen davon abweichende Angaben machen, heißt das nur, dass er derzeit speziell über diesen Vertrieb nicht geliefert werden kann (oder will). Wenden Sie sich an Ihre bewährte Buchhandlung; sie wird Ihnen den Titel in der Regel binnen weniger Tage über eine unserer Buchhandelsauslieferungen besorgen. Die Angabe der ISBN (s.o.) ist dabei hilfreich.

picZurück
pic
Die fast zeitgleiche Wiederentdeckung des französischen Philosophen Vladimir Jankélévitch (1903-1985) bei Suhrkamp und Turia + Kant setzt sich fort. Nach »Kann man den Tod denken? «und »Bergson lesen« erscheint bei Turia + Kant nun eines der Hauptwerke des »großen Moralphilosophen« (Iris Radisch in der »Zeit«).
Damit liegt eines der Hauptwerke des französischen Philosophen Vladimir Jankélévitch (1903-1985) in deutscher Sprache vor. Die »Philosophie première« (1953) kreist um den Augenblick, den »instant«. Darin zeigt sich sowohl die Besonderheit Jankélévitchs als auch seine Zugehörigkeit zur Existenzphilosophie im weiteren Sinn, bei der das Paradox und die Mystik eine große Rolle spielen. Er versucht, den »instant« in den Mittelpunkt einer Philosophie der Umkehr - im Sinn eines mystischen Erlebens - zu stellen. Damit steckt er jenen Bereich der Philosophie neu ab, der nicht von der Epistemologie erreicht wird.

Jankélévitch entwickelt Denkansätze bis zu ihren letzten Konsequenzen und wägt sie gegeneinander ab. Ein faszinierendes Buch, das auch die Welt der Antike und der Gnosis neu entdecken lässt: einer seiner Hauptbezugstexte sind Plotins »Enneaden«.

Biographisches:
Vladimir Jankélévitch wurde als Sohn russischer Einwanderer 1903 in Bourges geboren. Er studierte Philosophie an der Ecole normale supérieure in Paris, arbeitete als Lehrer in Prag und kehrte 1933 nach Frankreich zurück, um an mehreren Universitäten zu unterrichten. 1939 wurde er eingezogen und ein Jahr später im Krieg verwundet. Er schloss sich der Résistance an. 1951 erhielt er eine Berufung auf den Lehrstuhl für Moralphilosophie an der Sorbonne, wo er bis 1977 lehrte. Jankélévitch starb 1985 in Paris.
Jürgen Brankel: geb. 1943, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie und schloss mit einem Doktorat an der Sorbonne und mit dem Staatsexamen in Hamburg ab. Seit den 1990er Jahren widmet er sich ausschließlich der wissenschaftlichen Forschung und Übersetzungen aus dem Spanischen und Französischen. Für Turia + Kant übersetzte er v.a. Badiou, Jankélévitch und Comte.

Siehe auch:
linie
pic 
Vladimir Jankélévitch - Schriften

pic 
Lucien Jerphagnon - Ahnen und Wollen: Vladimir Jankélévitch