EDUARDO VIVEIROS DE CASTRO
Die Unbeständigkeit der wilden Seele
Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Oliver Precht
»A Inconstância da alma selvagem« erschien bei Cosacnaify, São Paolo, 2. Aufl. 2011
Cover
Die anthropologischen Arbeiten von Claude Lévi-Strauss begleiteten und prägten eines der wichtigsten Wissenschafts- und Weltverständnisse des 20. Jahrhunderts, den Strukturalismus. Seither jedoch gehen aus Anthropologie und Ethnologie, die zudem massiver Kritik ausgesetzt sind, nur meist blasse oder hochspezielle Studien hervor.

Mit Eduardo Viveiros de Castro ändert sich das. Sein Hauptwerk Die Unbeständigkeit der wilden Seele lässt eine philosophische Kritik des Universalismus entstehen, die sich wegen der Strenge und Genauigkeit ihrer ethnographischen Analysen nicht in den bekannten Klischees verheddert.

Die Rezeption von Viveiros de Castros Arbeiten ist in Südamerika, Frankreich und den anglo-amerikanischen Ländern seit einigen Jahren intensiv im Gange und geht weit über die Grenzen seiner Disziplin hinaus. Philosophie, Psychoanalyse und politische Theorie lassen sich von Begriffen wie »Perspektivismus«, »potentieller Affinität« und »ontologischem Raubtierverhalten« inspirieren. Ein vom wilden Denken verwildertes Denken zeichnet sich ab.

eduardo viveiros de castro die unbeständigkeit der wilden seele eduardo viveiros de castro: die unbeständigkeit der wilden seele isbn 978-3-85132-836-3, 459 s., eur 42,– die anthropologischen arbeiten von claude levi-strauss begleiteten und prägten eines der wichtigsten wissenschafts- und weltverständnisse des 20. jahrhunderts, den strukturalismus. seither jedoch gehen aus anthropologie und ethnologie, die zudem massiver kritik ausgesetzt sind, nur meist blasse oder hochspezielle studien hervor.

mit eduardo viveiros de castro ändert sich das. sein hauptwerk die unbeständigkeit der wilden seele lässt eine philosophische kritik des universalismus entstehen, die sich wegen der strenge und genauigkeit ihrer ethnographischen analysen nicht in den bekannten klischees verheddert.

die rezeption von viveiros de castros arbeiten ist in südamerika, frankreich und den anglo-amerikanischen ländern seit einigen jahren intensiv im gange und geht weit über die grenzen seiner disziplin hinaus. philosophie, psychoanalyse und politische theorie lassen sich von begriffen wie »perspektivismus«, »potentieller affinität« und »ontologischem raubtierverhalten« inspirieren. ein vom wilden denken verwildertes denken zeichnet sich ab.

9783851328363 /div>

Zur Person
Eduardo Viveiros de Castro (*1951) ist Professor für Anthropologie am Museu Nacional (Universidade Federal do Rio de Janeiro) und hat u.a. an der University of Chicago sowie in Cambridge gelehrt. Von seinen zahlreichen Arbeiten sind u.a. auch seine Studie zu den Araweté (Araweté: os deuses canibais) und sein in Kürze auf Deutsch erscheinendes Buch Kannibalische Metaphysik zu nennen.
Oliver Precht ist Philosoph und Literaturwissenschaftler an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Übersetzer theoretischer und philosophischer Texte aus dem Portugiesischen, Französischen und Englischen.
Details zum Buch
459 S., € 42,-
Broschur mit Fadenheftung
ISBN 978-3-85132-836-3 [lieferbar]

Letztes Update: 04.01.2018
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