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In dieser Sammlung seiner Arbeiten geht der Autor der Frage nach, wie Mitteleuropa nicht nur als geographischer Raum, sondern - wie gelegentlich propagiert - als politisch-kulturelle Identität aussieht. Wie unterscheiden »wir« uns, in dieser mitteleuropäischen Identität, von Westeuropäern, Osteuropäern usw.? Vogt beruft sich in seiner Rundschau nicht auf vage Spekulationen über Mentalitäten oder auf die vorherrschende, nostalgisch gefärbte Mitteleuropa-Ideologie, sondern auf das wirklich identitätsbildende politische, mediale, zeitgeschichtliche Geschehen und versucht es, in einen an der politischen Philosophie geschulten theoretischen Bezugsrahmen zu stellen. Bruchstücke des Denkens der im Untertitel genannten Autoren werden zur Bühne umfunktioniert, auf der dann Gestalten wie Heidegger und Waldheim, Hofmannsthal und Jelinek, Busek und Mölzer auftreten. Die Fragen der politischen Identität Mitteleuropas und Österreichs erscheinen so in einem neuen Licht.
Biographisches:
Erik Vogt, geboren in Oberösterreich, ist Professor für Kontinentalphilosophie im Department of Philosophy des Trinity College in Hartford, USA. Er ist an der Universität Wien habilitiert und unterrichtete u. a. an der Loyola University in New Orleans ebenso wie am Wadham College auf Oxford (England) und in Wien.Autor u.a. von Zugänge zur politischen Ästhetik (Turia + Kant), Sartres Wieder-Holung (Passagen Verlag); (Co-)Herausgeber von Was heißt Kontinentalphilosophie?; Derrida und die Politiken der Freundschaft; Über Zizek; Über Sartre; Derrida und Adorno (alle bei Turia + Kant). Übersetzer von mehreren Büchern von Zizek.
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